Nachdem LHG und JuLis in Erfurt Marx neu entdeckten, setzen nun auch die Berliner JuLis mit einer cleveren Aktion ein Zeichen gegen den Verstaatlichungswahn der Großen Koalition. Es ist wirklich nicht zu fassen, wenn die (frühere) Wirtschaftspartei CDU Verstaatlichungen als Mittel der Politik wieder hoffähig macht. Das Bundesfinanzministerium wird zur "Enteignungsbehörde" (sic!). Für marktwirtschaftliche Möglichkeiten wie Kapitalerhöhungen zur Rettung der Hypo Real Estate interessiert sich die Kanzlerin wohl nicht. Hier der "Bericht aus Berlin":
JuLi-Aktion: Marx und Engels bekamen Zuwachs
Karl Marx und Friedrich Engels, Leitfiguren der Verstaatlichungspolitik des 19. Jahrhunderts, bekamen am Freitag in Berlin-Mitte Zuwachs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Form einer Pappfigur. Mit der Aktion protestierte die Jugendorganisation der FDP, die Jungen Liberalen (JuLis), gegen eine Enteignungspolitik der Bundeskanzlerin auf Kosten der Jugend. Mit dem Rettungsübernahmegesetz für Banken hat Merkels Regierungskoalition beschlossen, das für die Durchführung des Enteignungsverfahrens das Finanzministerium als Enteignungsbehörde zuständig ist. Damit steht Merkel für die JuLis in einer Reihe mit Marx und Engels. Für die junge Generation bedeute dies, "dass das Portmonee leer bleiben wird, bis die ganzen Stützungsschulden abgebaut sind. Gleichzeitig wird nichts in Zukunft der Jugend investiert", so die JuLis.
Die Berliner JuLis findet ihr im Internet unter: http://www.julis-berlin.de
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